genau so war es Wettertechnisch an diesem Wochenende. Außerdem haben wir was neues entdeckt, Schafe schubsen. Anja aus Mosbach (Feuchtwangen) hatte einen Anfängerhütekurs mit Hanny Deckert (Muddy Field Aussies) organisiert. Hanny war mit ihren Aussies angereist, die mich von Anfang an durch ihre nette, aufgeschlossene und umgänliche Art faszinierten. Außerdem waren sie alle auch noch total hübsch 😛 .

Am Samstag, arbeitsbedingt erst um ca. halb 1 trafen wir bei gefühlten 70° C im Schatten in Mosbach ein. Wiebke, die mit ihrem Lieblingkelpie Smilie auch teilnahm hatte den ersten Lauf schon hinter sich. Auf  Grund der eben genannten Temeratur begannen Queeny und ich gleich mal mit einer Pause *g* was mir sehr entgegenkam denn ich hatte dieselbe ausfallen lassen. Anschliessend gab es Theorie…..leider verstand ich erst mal außer Bahnhof nicht viel und beim Gassi gehen erspähte die Aussiemaus die Schafe….oh Schreck. Natürlich fand sie es gar nicht gut daß hier so wildes Getier einfach in der Gegend rumstand und wollte natürlich lieber wieder weg….Mir schwante schon wieder mal was…….. 🙄

Nach Beendigung der Pause waren wir gleich mal als erste dran um den Vormittagslauf nachzuholen. Als wir in die Koppel gingen erklärte ich Queeny noch mal eindringlich daß sie doch ein Hütehund ist und hüten eigentlich ihre Bestimmung ist. Von meinen Erklärungen wenig beeindruckt peilte sie erst mal die Lage. Hanny versuchte mir die Angst zu nehmen (so ein Schaf kostet immerhin 200€ und ich plane grad kein Grillfest) und schickte mich mit Hund an der Schleppleine in den kleinen Pferch wo 5 „Monsterschafe“ auf uns warteten. Dat Queeny war wenig begeistert und so arbeiteten wir an Plan B 😳  , ich schubste die Schafe und Aussie schaut zu… Mein Gewissen begann schon anfangen zu quälen, da durften wir in den großen Pferch und siehe da, Queeny fühlte sich deutlich wohler und begann langsam Interesse an den unheimlichen Vierbeinern zu finden. Wir konnten die Schafe, natürlich mit Hilfe von Jetta, die außen am Zaun aufpasste, mal rechts, mal links im Kreis herum treiben. Es begann Spaß zu machen. Doch jetzt hatte das Aussielein erst mal ne Pause, und die anderen Hunde durften abwechselnd mal die einen mal die anderen Schafe „hüten“. Kelpie Smilie machte wie bei eigentlich allen Dingen eine wirklich gute Figur. Und was ich noch ausdrücklich Erwähnen wollte ist, daß Hanny auch Nicht-Aussies ihrem Naturell entsprechend behandelte und keine Rassenunterschiede machte. Da das Thermometer weiter anzusteigen schien ging allerdings alles nur sehr schleppend voran. Zum Schluss durften wir noch mal. Queeny ging schon sehr viel energischer in den „Ring“ und hatte wohl wirklich Lust am arbeiten. Verwirrt durch ein Pferd auf der anderen Seite und komische Sachen die vom Himmel fielen war sie dann doch etwas abgelenkt. Mich wiederum störten diese merkwürdigen Dinge erst gar nicht, bis ich bemerkte daß es Hagelkörner waren, die dann doch schon mal die Größe eines Tennisballs erreichten. Da die Dinger aber nur vereinzelt fielen beschlossen wir heldenhaft weiter zu machen und zu hoffen daß niemand getroffen wird. Der Fluchtplan wurde allerdings auch noch schnell besprochen………. es gab keine Verluste trotz unseres heldenhaftem Weiterarbeiten!! Wir waren zufrieden mit unserem Tun und belohnten uns noch durch ein paar gegrillte Leckereien die wir uns im Supermarkt gekauft hatten.

Am späten Abend begann es zu gewittern und man konnte nur hoffen daß sich das Wetter zum morgen beruhigen möge. Leider war dies nicht der Fall und so standen wir heute morgen im strömenden Regen wieder auf der Koppel und versuchten das beste draus zu machen. Meine beste Erkenntnis heute: die Regenjacke ist wirklich dicht! Am Vormittag war die wichtigste Übung: Wie halte ich mich auf den Beinen, denn erwartungsgemäß wurde die Wiese zu Schlammgematsche und es war schon eine herausforderung geradeaus zu gehen. Mit Queeny durfte ich wieder in den großen Pferch und wir trieben die Schafe mal rechts, mal linksrum es ging fast wie am Schnürchen. Dann meinte Hanny ich soll die Leine loslassen und schauen was passiert (schluck) ich tat es! Queeny ging erst langsam und „ordnungsgemäß“ vor….doch dann….. AUTSCH. Sie preschte vor und die Schafe liefen in alle Richtungen (wo sie halt hin konnten) und eins sprang über den Zaun :mrgreen:  am liebsten wär ich im Boden versunken….. doch Hanny meinte, mach weiter, is ja nix passiert. OK. Na dann. Das ganze hatten wir dann noch einmal allerdings ohne Schaf hüpft über den Zaun dann hatten wir Pause und ich konnte meine Nerven beruhigen. Der Regen hatte auch kein Erbarmen und so wurde auch das Schlammbad nicht besser. Eigentlich hätte ich beim zweiten Durchgang in den kleinen Perch sollen, aber der war so verschlammt, daß laufen fast unmöglich war und so landeten wir wieder in dem großen. Als ich dann auch noch wegrutschte als Queeny wegzog und ich sicherheitshalber (wie blöd bin ich eigentlich) schrie bleib hier hatte der eigentlich weltbeste Aussie keine rechte Freude mehr an den Schafen. Also mußten wir wohl oder übel in den kleinen Schlammmatsch wechseln. Das war aber der leicht verwirrten Queeny auch zu viel, sie schaute zwar interessiert und kam auch wenn ich die Schafe schubste 😆  aber irgendwie war auch der Akku leer. Wir schubsten dann also noch ein paar Schafe in eine andere Ecke und dann war Hundi froh daß sie wieder in ihre Box durfte.

Es war ein Wochenende das Wettertechnisch total extrem (nur Schneesturm fehlte) war und in keinster Weise einfach, werder für Hund noch für Mensch. Außer unseren Versuchen zu hüten haben wir zwischendurch auch noch eine Menge gelernt. Wenn sich die Gelegenheit ergibt werden wir das ganze bestimmt widerholen.

Vielen Dank an Anja und Hanny, die sich eine Menge Arbeit gemacht haben. Und auch wenn´s keiner glaubt. Ich habe heute einen Hund der zufrieden und glücklich im Körbchen schläft!